Balance und Balancieren

Habt ihr in der Kindheit jede Gelegenheit zum Balancieren genutzt?

Probiert ihr es als Erwachsene noch ab und zu?

In unserer heutigen Umgebung bestehen kaum noch Anlässe zum Balancieren und mit meist künstlich glatten Oberflächen wird auch allgemein unsere Balance nicht vor große Herausforderungen gestellt (siehe auch Blog Umgebung) – und bis es in dieser einfachen Umgebung auffällt, dass wir die Fähigkeit zum Balance halten fast verloren haben, sind wir meist schon Ü70 und teilweise sturzgefährdet.

Für Ältere gibt es dementsprechend auch einige Tests, wie die Berg Balance Scale, POMA oder 4-Stage Balance Test.

Beim POMA kommt u.a. auch eine Drehung beim Gehen vor.

Ursprünglich war es jedoch auch einmal notwendig auf einem über einem Bach liegenden Baumstamm die Richtung zu ändern – z.B wenn man nach ein paar Schritten merkte, dass eine sichere Querung doch nicht möglich ist.

Ähnlich der Aufsteh-Challenge vom Januar: wie wäre es mit einem regelmäßigen Balance-CheckUp?

 

Hier ein paar Möglichkeiten:

  • vor-/rück-/seitwärts balancieren

  • Von breit und flach zu schmal und gewölbt

  • Mit Drehungen

  • Mit Hindernis und Gewicht

  • Beim Balancieren den Körperschwerpunkt auf und ab bewegen

 

Positionen wie sie in Balance-Tests angewendet werden unter schwierigeren Umständen ein paar

Sekunden halten

Oder eine gewisse Zeit auf einem Brett/Balken/Geländer oben bleiben (mit gehen etc.)

 

Alternativ: Ein ins Training integrierter CheckUp z.B. 300m laufen – 100m balancieren i.W. 

Wann kommen Sprunggelenk- und Beckenstabilität an ihre Grenzen – und was

bedeutet dies u.U. für die Bewegungsqualität beim (längeren) Laufen?

 

Was wäre „normal“?

Auf einem u.U. schmalen Baumstamm einen Abgrund/Graben bzw. Bach/Fluss zu überqueren und dabei Dinge zu tragen (kleine Kinder, Habseligkeiten, gesammelte/jagte Nahrung).

Es ist immer die Frage welchen Standard man ansetzt – wenn wir es als normal betrachten, dass wir mit zunehmendem Alter massiv Kraft und Balance verlieren, kommen weniger Personen auf die Idee rechtzeitig gegenzusteuern.

Wenn man weiß, dass es für einen Menschen normal wäre mit Zusatzgewicht balancieren zu können, kann man es eher überprüfen und gegebenfalls korrigieren.

Wenn man weiß, was wir Jahrtausende leisten konnten, können wir dort wo uns unsere Umgebung stets unterfordert rechtzeitig gegensteuern.

POMA - Performance Oriented Mobility Assessment

(Mary Tinetti)

Vom Stuhl aufstehen – Stehbalance bei Stoß gegen Brustbein – 3m gehen – 360° Drehung – zurückgehen - wieder hinsetzen

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Bild von @dguttenfelder auf @natgeo am 17.11.2021:

A fisherman in Laos leaves footprints on a pole that dangles
giant fishing wires over dangerously fast Mekong River rapids.
He’s carrying his morning catch to the riverbank.“

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